Konzept
Virtual-Reality-Experimente (VRE) simulieren ausgewählte physikalische Versuche, die aufgrund von Gefahren oder wegen ihres Aufwands im Schulunterricht nicht (mehr) real durchgeführt werden, in einer realitätsgetreuen und inhaltlich korrekten Darstellung.




Einfache, intuitive Interaktionsmöglichkeiten und interaktive, ansprechende Anleitungen erleichtern den Einstieg in die Programmnutzung und erlauben den Einsatz ohne große Vorbereitungszeit. Durch didaktische Zusatzdarstellungen gewinnt der Physikunterricht an Mehrwert.
Da an vielen Schulen Interaktive Whiteboards (IWBs) bereits verfügbar sind, entfallen aufwendige Vorbereitungsphasen. Zudem ist durch die Simulation der Einfluss von Störungen auf das Experiment vollkommen eliminiert und der Erfolg garantiert!
Virtual-Reality-Experimente zielen nicht darauf ab, einfache Experimente oder Schülerexperimente zu ersetzen. Vielmehr sollen Experimente simuliert werden, die im Unterricht z. B. wegen Aufwand, Größe, Kosten oder Gefahren wie Hochspannung und Radioaktivität nicht zur Verfügung stehen.

Medien
Die Virtual-Reality-Experimente sind für den Einsatz auf modernen Unterrichtsmedien, wie Interaktiven Whiteboards (IWBs) und Tablets, optimiert; mit der Touch-Funktion gestaltet sich deren Bedienung einfach und intuitiv. Dennoch ist die Software auch auf allen anderen modernen Medien lauffähig.
Durch die große Auswahl möglicher Medien lassen sich Virtual-Reality-Experimente flexibel in den Unterricht einbinden. Somit werden Gruppen- und sogar Einzelarbeiten an Experimenten im Schulunterricht möglich, die sonst aufgrund von Kosten oder Gefahren nicht in dieser Form hätten durchgeführt werden können.
Realitätsnähe
Der von Robert Andrews Millikan durchgeführte Öltröpfchen-Versuch zur Bestimmung der Elementarladung wurde als Virtual-Reality-Experiment umgesetzt. Im virtuellen Labor kann der Versuch sehr realitätsnah durchgeführt werden - entweder auf dem Interaktiven Whiteboard oder am PC.
Vor dem Whiteboard ist die schultypische Versuchsanordnung aufgebaut und ermöglicht den direkten Vergleich von virtuellem und realem Experiment. Alle virtuellen Geräte wurden ihren realen Vorbildern detailgenau nachempfunden.

Literatur
Lindlahr, William: Virtual-Reality-Experimente für Interaktive Tafeln und Tablets. In: Joachim-Herz-Stiftung (Hrsg.): Digitale Medien im naturwissenschaftlichen Unterricht. Hamburg 2014.