Abstandsgesetz

Abstandsgesetz

1896 stellt der französische Physiker Henri Becquerel bei Experimenten mit Uransalzen fest, dass von den Präparaten eine unsichtbare Strahlung ausgeht, die in der Lage ist, eine dünne Schicht Aluminium zu durchdringen. Damit entdeckt er die Radioaktivität. Ausgehend von seiner Entdeckung erhält Henri Becquerel im Jahr 1903 zusammen mit den Eheleuten Marie und Pierre Curie den Nobelpreis für Physik.

Fünf Jahre später, am 25. August 1908, verstirbt Henri Becquerel im Alter von 55 Jahren, vermutlich an den Folgen der radioaktiven Strahlung, der er während seiner Experimente ausgesetzt war.

Henri Becquerel identifiziert 1896 mit dem Uran-238 damit das erste radioaktive Isotop. Heute sind über dreitausend unterschiedliche Radioisotope der 120 chemischen Elemente bekannt. Diese können drei unterschiedliche Strahlungsarten aussenden: Alpha (α), Beta (β) und Gamma (γ) Strahlung. Durch seine Forschungen legt er den Grundstein für viele Entwicklungen und Anwendungen. Darunter finden sich medizinische Anwendungen in der Krebstherapie, die Radiocarbonmethode zur Datierung archäologischer Funde, aber auch die Bedrohungen durch die radioaktiven Folgeprodukte der Kernenergienutzung.

Zu Ehren Becquerels wird die Anzahl der Zerfälle eines radioaktiven Präparats pro Sekunde (die sogenannte Aktivität) seit 1975 in der Einheit Becquerel

    1 Bq = 1 s-1 = 1 Zerfall / Sekunde

angegeben.

Mit diesem Virtual-Reality-Experiment können alle drei Strahlungsarten auf ihre Ausbreitung in Luft untersucht werden. Dabei wird die Zerfallsrate in Abhängigkeit des Abstands zwischen Detektor und Präparat gemessen.